Diskussion zu Johannas Vortrag über Dieter Duhm: Terra Nova (WAS BLEIBT – Kirsten)

An diesem Abend entwickelte sich eine kontroverse Debatte. Die erste Auseinandersetzung entzündete sich an der Frage, ob es eine „heilige Matrix“ und morphogenetische Felder überhaupt gibt. Vielleicht sollten wir es dabei belassen, diese Frage nicht beantworten zu können. Desweiteren stießen bei einigen Teilnehmern das Vokabular und die Metaphern, die Dieter Duhm verwendet, auf harsche Kritik. Diese Teilnehmer sahen eine Anlehnung an sozialdarwinistisches Denken, weil es Duhms Ziel sei, zerstörte (kranke) Gebiete auf der Erde heilen zu wollen. Die Metapher der Krankheit löste hier Empörung aus. Diese planetarischen Heilungsbiotope, so Duhm, könnten dann ausstrahlen und dann irgendwann die Erde als Ganzes heilen. Krankheit, so einige Diskutanten, könne nie ausgemerzt werden und wohin solches Denken führe, könne man am Nationalsozialismus begutachten. Auch Duhms Übertragung von Gegebenheiten des Ungleichgewichts in der Natur auf den menschlichen Organismus stieß teilweise auf Empörung, wurde aber auch verteidigt. Der Text von Dieter Duhm enthielt demnach Reizworte, die, so einige Teilnehmer, Eugenik und Euthanasie im Schlepptau haben. Die Gegenposition machte geltend, dass es Heilungskonzepte immer geben wird und sie auch gebraucht werden. Im Autonomen Seminar selber wird um Konzepte gerungen, die Leben auf einem Planeten erhalten, der nicht vom Menschen verwüstet ist. Auch gibt es eine Yogagruppe. Auch hier optimieren wir uns in gewisser Weise und versuchen das gute Leben in uns zu stärken. Im Zusammenhang mit dem Versuch, anders (neu) zu leben, kam immer wieder das ZEGG in Bad Belzig ins Spiel.
1. Vorschlag: ein Besuch dort?
2. Vorschlag: Meditation mit anbieten und Yoga dafür etwas runter fahren.???
3. Vorschlag: einen Moderator oder Mediator einführen, also nicht nur die Abfolge und Länge der Redebeiträge organisieren, sondern eben auch Konfliktmanagement während der Debatte.
Kirsten

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