Silicon Valley – Weltverbesserer?

Dass ich hier jemals auf Josef Joffes amerikafreundliches Blatt verlinken würde, hätte ich nicht gedacht. Hier bitte zur aktuellen Diskussion bei uns: Die Perversion des Utilitarismus – Silicon Valley und seine Auswüchse. Vielleicht haben ja die adligen Sprösslinge des Geschlechts derer von Kittlitz in Indien tatsächlich was gelernt. Auf jeden Fall zu beachten sind die im Ansatz zitierten Gedanken des Eric Schmidt. Daran wird mir Einiges klar, warum man vehement dagegen sein sollte.

Über Thomas W.

There are many here among us who feel that life is but a joke.
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Ein Kommentar zu Silicon Valley – Weltverbesserer?

  1. Ignaz Wrobel sagt:

    Lieber Thomas,

    es ist schön, wenn „auch“ der Adel oder ein Adliger gegen die IT-Bosse aus Kalifornien wettert und dabei auch gleich eine Sprache wählt, die vor Kraftmeierei geradezu strotzt: „Fuck you“ und der Hass, der dann richtig schön und heiß und wonnevoll da ist etc.. Ja, da wird man doch gleich mitgenommen und fühlt sich schon fast auf die Straße geworfen, wo bereits der revolutionäre Kampf gegen diese vermeintlich Bösen tobt. Pustekuchen!

    Der Vorwurf, dass gegen Populisten (?!), Diktatoren, Kriege, Klimawandel, Überbevölkerung, Artenschwund, Epidemien etc. in den letzten Jahren durch das Silicon Valley doch nun wirklich nichts Weltverbesserisches hervorgebracht wurde – außer sinnlose und sinnentleerte Gimicks – ist vollkommen richtig.

    Aber auch der Artikel ist in dieser Hinsicht vollkommen wertlos, weil uns Herr von und zu Kittlitz keine Alternativen anbietet. Außer das ständige Gemecker auf den bösen Feind und heiße Luft, kommt doch nichts bei den Menschen an. Er selbst schreibt ohne Not bei einem amerikafreundlichen Blatt – wo man natürlich ab und zu nicht das Blatt vor den Mund nehmen muss. Was wollen wir aber auch von einem amerikafeindlichen Youtube-Kanal, einem revolutionären Facebookprofil (statt z.B. einem friendica, gnusocial oder diaspora-Profil) oder von den „Bürgerarmeen“, die ihre Wohnungen bei airbnb (statt z.B. bei wgcompany.de) vermieten und jeglichen Ramsch in Amazonien kaufen und verkaufen erwarten?

    Die Menschen lesen solche Artikel und denken: wie schlimm, wie böse, wie gemein, wie sinnlos, wie schmutzig, wie falsch ist doch das Silicon Valley … usw.. Werden wir deshalb weniger durch die Innovationen bedroht? Ganz ehrlich. Wir nutzen diesen ganzen Mist und bedrohen uns deshalb selbst und sägen an dem Ast auf dem wir sitzen. Dass diese ganze Manipulationsmaschinerie funktioniert und aufgedeckt werden müsste, wissen wir. Jetzt sollte man doch mal endlich anfangen zu beweisen, dass es anders geht. In jeglicher Hinsicht sollten wir uns von diesen Verstrickungen und Abhängigkeiten befreien.

    Aber wenn doch selbst der größte, lauteste, frechste, „pazifistischste“ und mutigste ehemalige „Freiheitskämpfer“ und „Drachentöter“ der Nationen (DDR & BRD) seine Früchte bei itunes vermarkten lässt, Befürworter des Irakkrieges wurde etc. und bei aller Überheblichkeit nie bemerkt hat, dass sich auf diese Weise nun wirklich keine Welt verbessern lässt*, kann man von einem VON Kittlitz wahrlich auch keine Anleitung zum Besser-Machen erwarten.

    BESSERWISSEREI führt eben leider nicht zu BESSERMACHEREI.

    Aber was ist diese Diskussion schon gegen die Kriegstreibereien der letzten Tage, Wochen und Monaten? Aber es gehört irgendwie auch zusammen.

    😉 Dennoch DANKE für den HINWEIS zu dem Artikel 😉

    * gemeint ist der Liedermacher Wolf Biermann

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