Ist Unternehmer-Philanthropie als moralische Handlung zu werten?

Nachdem gestern abend während der Nachbereitung beim Bier kurzzeitig das Gespräch auf die Gates Foundation kam, möchte ich dies heute zum Anlass nehmen, die Diskussion dazu erneut mit ein paar Links darüber als meinen Beitrag zur Frage des ‚Gut‘-seins hier zur Diskussion einzubringen. Dem Thema geschuldet, ist viel Text zu erwarten. T. Engelbrecht, auf Spiegel-Blog, 08. März 2015; Jean Heuser, Zeit-Online, 19. Februar 2015; Kathrin Hartmanns Blog, ‚Ende der Märchenstunde‘, 28. Oktober 2015; Baums Notizen aus der Unterwelt über Thomas Gerlachs ‚Denkgifte – Psychologischer Gehalt neoliberaler Wirtschaftstheorie und gesellschaftspolitischer Diskurse‘ Diplomarbeit im Studiengang Psychologie der Universität Bremen. And last, but not least, the Gates-Foundation herself.

Über Thomas W.

There are many here among us who feel that life is but a joke.
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2 Kommentare zu Ist Unternehmer-Philanthropie als moralische Handlung zu werten?

  1. Ignaz Wrobel sagt:

    Hallo Thomas,

    das ist ein ganz heißes Eisen und jeder von uns tut gut daran, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und da sind natürlich auch die ganz großen Unternehmen (Stiftungen), mal unter die Lupe zu nehmen als auch die ganz kleinen.

    Wenn wir als Weltbürger nicht ständig aufpassen, fallen wir eben ziemlich leicht auf die falschen Propheten hinein und wenn mir Jugendliche erzählen, dass sie Bill Gates bewundern, weil er sich für Arme, Kranke und Bildung engagiert und seine Stiftung so viel Geld spendet, dann habe ich es recht schwer mit den Erläuterungen, dass dieses Gutsein auf einem riesigen Unrecht fußt und man sich die Frage stellen sollte, ob ein Gutsein immer noch gut ist, wenn es durch vorheriges schlechtes Handeln möglich gemacht wurde.

    Ich finde es ekelhaft.

    Schwein sein und gleichzeitig noch den Nimbus eines Jesus Christus einstreichen zu wollen, ist so ziemlich das widerwärtigste… – man könnte sagen: DIE KRÖNUNG des Schlechtseins.

    Leider finden wir das überall.

    Wir, die so etwas aufdecken möchten und nicht mitspielen wollen, werden als Idealisten bezeichnet.

    Ich las gerade einen Artikel zu Julia Schramm und ihre finanzielle Unterstützung durch die Bertelsmann Stiftung (Die Linke Berlin: Julia Schramm kandidiert für Landesvorstand -> http://de.indymedia.org/node/11361). Wenn wir eben bloß immer wüssten, was hinter dieser ganzen Güte steckt, ich glaube, wir würden uns den ganzen Tag übergeben.

  2. Ignaz Wrobel sagt:

    Hallo Thomas,

    jetzt muss ich noch einmal nachlegen, weil es sein könnte, dass jemand deinen Beitrag und meinen Kommentar liest und sich dann fragt, ja und? warum sind denn nun die Gates, Bertelsmänner, Zuckerbergs, Pages, Klattens, Jobs, Ballmers und Quandts und wie sie alle noch heißen mögen (vielleicht LEFUET?) so schlecht.

    Im Falle von Bill Gates und Steve Jobs dürfen wir einen Mann nicht vergessen, der diesen Leuten immerhin das Fürchten gelehrt hat und vermutlich in der digitalen Welt der gute Revolutionär ist, der vermutlich auch noch keiner Fliege etwas zu leide getan hat und immer noch um unsere Freiheit kämpft.

    RICHARD STALLMAN

    Leider werden uns die Aaron Swartz oder Jeremy Hammonds nicht in Werbebroschüren und Hochglanz präsentiert.

    Wie gut es die vermeintlich Guten meinen und wie sie ihre Macht missbrauchen, wird sehr schön in dem folgenden Artikel vom 3. Dezember 2016:

    Ich habe nur gezeigt, dass es die Bombe gibt

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