Fairness und Gerechtigkeit

Im Folgenden habe ich meinen Vorschlag zum Selbstverständnis der Neigungsgruppe „Anderer Anfang – Buen Vivir“ hinsichtlich Fairness und Gerechtigkeit ausgearbeitet.

Worauf bezieht sich Fairness und Gerechtigkeit? Sie bezieht sich auf ein…

  • faires Verhalten und faire Strukturen in den Beziehungen zwischen Mensch und „Natur“
    („Natur“ verstanden als Sein als Ganzes)
  • faires Verhalten und faire Strukturen in den Beziehungen zwischen Mensch und Mensch

Die wichtigsten drei Ziele (in Verbindung miteinander)

  • Null Artensterben
  • Null Not
  • Erhaltung der Tragfähigkeit der Erde im Ganzen und in ihren Regionen

I. Fair Society / Gerechte Gesellschaft
(als mögliche Schwelle zu einer Politik- und LebensForm des Anderen Anfangs)
Wichtigste abgeleitete Ziele:

  • Null Klimaerwärmung
  • Null Bevölkerungswachstum
  • Null Abfall
  • Null Schulden und Null Verschuldung Null Inflation

Kosten- und Preiswahrheit
Drei Grundvoraussetzungen, um diese Ziele zu erreichen

  • Bewahrung der Fähigkeit, besinnlich zu denken, d.h.: über den Sinn von allem nachzudenken.
  • Gelassenheit im Verhältnis zur Technik und den technischen Apparaturen und
  • Offenheit für das Geheimnis, das in den auf uns zukommenden (technischen) Entwicklungen verborgen ist.

Die wichtigsten Methoden:

  • Faire Tauschbeziehungen zwischen Menschen und „Natur“ – in Verbindung mit: – Faire Tauschbeziehungen zwischen Menschen

Antworten auf einige Fragen, die das Konzept Fair Society geben muss…
Wie denken? Wie lernen? Wie essen? Wie wohnen? Wie mobil sein? Wie Stadt und Region entwickeln?
Wie zusammenleben? Wie internationale Beziehungen gestalten? Wie regieren? Wie Frieden schaffen? Wie die Rechtsordnung ausgestalten?
Wie forschen? Wie produzieren? Wie konsumieren? u.v.m.
Konkrete Handlungsperspektiven

  • das Konzept „Fair Society“ in die Gesellschaft hinaustragen – in Verbindung mit…
  • das Konzept Fair Society anschaulich machen bzw. Keimformen dieses Konzepts unterstützen und vernetzen helfen.

II. LebensForm des Anderen Anfangs als Politik- und LebensForm des geschäftslosen Gebrauchs von allem. (Das ist der Horizont, in dem für mich das Konzept „Gerechte Gesellschaft /Fair Society) steht; d.h: Das Konzept Fair Society kann auch in anderen Horizonten stehen)
Grund-Satz Immanenz:
Alles wirkt immanent. „Jenseits“ der Immanenz „ist“ nur das Nichts.
Grundsatz Ignoramus-Ignorabimus

  • Die LebensForm des Anderen Anfangs ahmt die vom begrenzten Menschen begrenzt erfahrbare Ordnung des Seins nach (imitatio).
  • Die unverfügbaren Funktionsmodi der Ordnung des Seins werden begrenzt erfahrbar und verfügbar in den „Naturgesetzen“, die der begrenzte Mensch vermittels wissenschaftlicher Forschung glaubt erkannt zu haben.

Grund-Satz Verantwortungsübernahme
Das Möglichkeitswesen Mensch übernimmt aus eigenstem Entschluss insoweit Verantwortung für das Sein als Ganzes, als er das Ganze erkennen und erfahren kann.
Was bedeutet Nachahmung (imitatio)? Was ahmt der Mensch nach?

  • Die Erde „gibt“ vermittels ihrer „Grünkraft“ (Hildegard von Bingen) alles bedingungslos und geschäftslos an alle.
  • Der Milliarden Jahre dauernde Prozess der Evolution „gibt“ seinen Effekten, z.B. den Lebewesen (heute allein zwischen 5 – 80 Millionen Tierarten), Überlebenskraft und Kooperationsfähigkeit mit ihren Umwelten. Die besondere „Qualität“ des Menschen besteht darin, dass er in größerem und anderem Ausmaß „Verantwortung“ für das für ihn begrenzt erfahrbare Sein übernehmen kann.

Nachahmung bedeutet also:

  • Geschäftsloser Gebrauch von allem; d.h.: Befreiung der Menschen, der Lebewesen und Dinge von ihrem Warencharakter.
  • Hinauskommen über das Denken in Gebrauchswerten und Tauschwerten.
  • Bedingungslose Gabe von allem an alle
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